Gemüse-Rhabarber

Rhabarber ist - aus dem Bauch raus - Obst, oder? Ist er doch im Frühling der Klassiker für Kompott, Kuchen und Marmelade. Aber diese Karriere hat der Rhabarber erst gemacht, seitdem Zucker auch für kleine Leute bezahlbar wurde.

Botanisch wird der Rhabarber aber tatsächlich dem Gemüse zugeordnet, denn wir essen seine Stiele und nicht den Fruchtstand. Das Knöterich-Gewächs kommt urpsrünglich aus China und wurde bis ins frühe 19. Jahrhundert "nur" als Medizinalpflanze genutzt. Die Engländer waren die ersten, die die Blattstiele auch "zum Essen" nutzten und zwar nicht als Süßspeise, sondern auch als Beilage zu Fisch und Fleisch.
Der Rhabarber in unserem Garten ist dieses Jahr das erste Mal "erntefähig" - nach mehrmaligem Umpflanzen hat er letztes Jahr endlich seinen endgültigem Platz bezogen. Und der scheint ihm zu schmecken. In Gedenken an die Pionier-Leistung der Engländer haben wir dieses Jahr ein Rhabarber-Chtuney gebastelt:

Rhabarber-Chutney mit Grünem Pfeffer

200 g Rhabarber
- vorbereitet gewogen -
50 g Himbeeren
- TK aus der Ernte vom Vorjahr -
10 g Ingwer
50 g Zucker
2 EL Essig
2 TL Grüner Pfeffer
1 EL Honig

Rhabarber putzen und grob stückeln, Ingwer schälen und fein würfeln. Zucker im Topf hellbraun karamellisieren. Rhabarber und Ingwer zugeben. Essig sowie ca. 40 ml Wasser zugießen. Offen bei mittlerer Hitze einkochen, bis die Flüssigkeit verkocht ist. 

Inzwischen den Grünen Pfeffer grob zerstoßen. Den Grünen Pfeffer und den Honig zum Rhabarber geben, in vorbereitete Gläser füllen und abkühlen lassen.
Das Chutney ist ein Genuss zu Käse jeder Art oder gebratenem (Schweine-)Fleisch.

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